Die FRZ Flughafenregion Zürich lanciert mit «New Zurich» die Entwicklungsstrategie für die Region

In der Flughafenregion Zürich ist in den vergangenen Jahren ein zusammenhängender Wirtschafts- und Lebensraum entstanden. Eine Entwicklung, die sich fortsetzen wird, weil die Region wirtschaftliche Dynamik, hohe Lebensqualität und internationale Vernetzung vereint. Mit der Entwicklungsstrategie «New Zurich» eröffnet die FRZ Flughafenregion Zürich, Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung, deshalb die Debatte darüber, wie sich diese dynamische Region künftig weiterentwickeln soll. Die Entwicklungsstrategie bündelt die Ergebnisse eines vierjährigen Strategieprozesses mit den Städten und Gemeinden der FRZ. Nicht neue politische Strukturen sind das Ziel, sondern eine abgestimmte Standortentwicklung mit langfristiger Perspektive.

Die Flughafenregion Zürich ist eine der wirtschaftlich dynamischsten Regionen der Schweiz. Internationale Unternehmen, Forschungs- und Innovationscluster in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, neue urbane Zentren sowie vielfältige Wohn- und Lebensräume mit hoher landschaftlicher Qualität prägen die Entwicklung der Region seit Jahrzehnten.

«Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen. Die eigentliche Frage ist, wie gut wir sie gestalten», sagt Rahel Kindermann Leuthard, Geschäftsführerin der FRZ. «‹New Zurich› ist kein fertiger Masterplan, sondern Denkanstoss und hoffentlich auch Handlungsimpuls.»

Die erweiterte Region zählt rund 300'000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie über 200'000 Arbeitsplätze. Gleichzeitig haben die Verflechtungen zwischen Wirtschaft, Forschung, Kultur, Wohnen und Freizeit über Gemeindegrenzen hinweg stark zugenommen.

«Diese Veränderungen werden heute noch isoliert betrachtet, obwohl die Region an vielen Orten längst zusammengewachsen ist», sagt André Ingold, Präsident der FRZ und Stadtpräsident von Dübendorf. «‹New Zurich› will dafür eine strategische Perspektive schaffen, die die Stärken der Region besser aufeinander abstimmt.»

Publikation «New Zurich» ist Startpunkt

Der heute publizierte Reader «New Zurich» verdichtet die Erkenntnisse eines mehrjährigen Strategieprozesses, an dem die 14 Mitgliedsstädte und -gemeinden der FRZ sowie Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Standortentwicklung mitgewirkt haben. Fünf Entwicklungsfelder haben sich dabei herauskristallisiert.

Das übergeordnete Konzept «New Zurich» wurde vom Stadt- und Regionalstrategen Thomas Sevcik (arthesia) als Denkansatz entwickelt. Struktur und standortstrategische Grundlagen der Entwicklungsfelder wurden von Remo Daguati (LOC AG) gemeinsam mit den Städten und Gemeinden der FRZ Flughafenregion Zürich erarbeitet.

Von der Entwicklungsstrategie in die Umsetzung

«Die Flughafenregion verfügt über enormes Potenzial. Entscheidend wird sein, wie gut es gelingt, die wirtschaftliche Entwicklung, den knappen Boden und den langfristigen Erhalt der Lebensqualität miteinander zu verbinden», sagt André Ingold, Präsident der FRZ.

Die Entwicklungsstrategie will keine neuen politischen Strukturen oder gar Gemeindefusionen anstossen. Sie ist darauf angelegt, die Zusammenarbeit in der Region systematisch weiter zu fördern. Dazu wird die enge Abstimmung mit den Städten und Gemeinden der FRZ fortgeführt.

Nach der Publikation des Readers tritt «New Zurich» jetzt in die nächste Phase ein. Nun gilt es, die fünf Entwicklungsfelder weiter zu konkretisieren und mit ersten Massnahmen und Projekten in die Umsetzung zu überführen.

Fünf mögliche Entwicklungsfelder für «New Zurich» und konkrete Massnahmen

Aus dem Strategieprozess haben sich fünf Entwicklungsfelder herauskristallisiert, in denen die Flughafenregion besondere Stärken und Potenziale aufweist.

1.

Digitalisierung und ICT: Geplant ist der Aufbau einer ICT-Academy, um Lehrstellen, Quereinstiege und Weiterbildung in der Region besser zu koordinieren. Nachhaltige ICT-Lösungen sollen sichtbarer werden; etwa ICT-Kreislaufwirtschaft, Cybersecurity, Datensouveränität, KI-Anwendungen und die Nutzung der Abwärme aus Rechenzentren. Die bestehenden ICT-Roundtables der FRZ werden weiter ausgebaut.

2.

Luftfahrt und Space Economy: Die strategische Partnerschaft mit dem Switzerland Innovation Park Zurich soll vertieft werden. Vorgesehen sind auch internationale Fachkonferenzen in den Bereichen Aviation, Space und autonome Systeme. Neu soll eine Kompetenzlandkarte sichtbar machen, welche Unternehmen, Forschungsinstitutionen und Infrastrukturen rund um Flughafen und Innovation Park bereits heute Teil dieses Ökosystems sind. Auch die Positionierung und Vernetzung der Region als wichtiger Aviatik und Aerospace Hotspot in Europa ist ein wichtiges Ziel.

3.

Headquarter und internationale Unternehmensfunktionen: Für ältere Büroareale soll ein strukturiertes Revitalisierungsprogramm entwickelt werden. Im Vordergrund stehen Pilotprojekte auf ausgewählten Schlüsselarealen, die gemeinsam mit Standortgemeinden, Grundeigentümern und Unternehmen umgesetzt werden sollen. Dabei geht es um flexible Grundrisse, aktivierte Erdgeschosse, neue Begegnungsräume sowie FabLab- und Laborelemente.

4.

Kongresse und Events: Die Flughafenregion soll als eigenständige Destination für Kongresse, Tagungen und Events im Segment von 1'500 bis 3'000 Personen positioniert werden. Geplant sind eine «Excitement Map» für Veranstalter sowie ein sichtbares Allwetter-Erlebnispaket aus Shopping, Indoor-Entertainment, Gastronomie, Hotellerie und Mobilität. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Zürich Tourismus, dem Zurich Convention Bureau und Schweiz Tourismus.

5.

Gesundheit und Life Sciences: Bestehende Andockpunkte sollen stärker vernetzt werden: das digital health center bülach, ambulante Spitzenmedizin im The Circle sowie Space Life Sciences im Switzerland Innovation Park Zurich. Daraus kann ein Gesundheitsraum entstehen, der Innovation, Prävention, digitale Versorgung und internationale Erreichbarkeit miteinander verbindet.

In den kommenden Monaten werden die Arbeiten mit den Städten und Gemeinden der FRZ vertieft und die Entwicklungsfelder weiter konkretisiert. In der ersten Hälfte 2027 ist der Aufbau interdisziplinärer Strukturen für den Einbezug von Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zur Begleitung der Weiterentwicklung von «New Zurich» geplant.

Das erklärte Ziel ist, für jedes Entwicklungsfeld einen Lead-Partner zu gewinnen, der die Umsetzung fachlich, organisatorisch oder finanziell mitträgt. Eine erste Partnerschaft ist bereits abgeschlossen: Zürich Tourismus engagiert sich im Entwicklungsfeld Kongresse und Events.

Weitere Statements

Zitat Thomas Sevcik: «Der Reiz von ‹New Zurich› liegt darin, dass hier bereits ein aussergewöhnlich starker Wirtschafts- und Lebensraum existiert mit internationaler Vernetzung, hoher Dynamik, grosser Vielfalt und mit immer noch viel Entwicklungspotential. Gleichzeitig wird ‹New Zurich› noch nicht als zusammenhängender Raum, als eine neuartige, eigene Stadtlandschaft im Grünen wahrgenommen. Genau darin liegt die eigentliche Chance.»

Zitat Remo Daguati: «Die eigentliche Stärke von ‹New Zurich› liegt im künftigen Zusammenwirken der Entwicklungsfelder. Entscheidend werden konkrete Umsetzungsprojekte sein, damit sich neue Perspektiven für die Region eröffnen.»

André Ingold, Präsident FRZ und Stadtpräsident Dübendorf: «‹New Zurich› ist kein Gegenentwurf zur Stadt Zürich. Beide Standorte ergänzen sich. Die Flughafenregion hat andere Stärken: mehr Raum und damit mehr Möglichkeiten für neue Entwicklungen.»

Rahel Kindermann Leuthard, Geschäftsführerin FRZ: «Wachstum allein genügt nicht mehr. Entscheidend ist, wie wir diese Region qualitativ und nachhaltig weiterentwickeln und die unterschiedlichen Interessen in ein überzeugendes Gesamtbild integrieren.»

Über die FRZ Flughafenregion Zürich

Die FRZ Flughafenregion Zürich – Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung – ist das führende Wirtschaftsnetzwerk im Raum rund um den Flughafen Zürich. Gegründet 2011 als Ausgliederung der Standortförderung von «glow. das Glattal», vernetzt sie heute über 850 Mitglieder, darunter die 14 Städte und Gemeinden Bachenbülach, Bassersdorf, Bülach, Dietlikon, Dübendorf, Kloten, Nürensdorf, Oberglatt, Opfikon, Rümlang, Volketswil, Wallisellen, Wangen-Brüttisellen und Winkel. Pro Jahr organisiert die FRZ rund 50 Veranstaltungen. Präsident ist André Ingold, Stadtpräsident von Dübendorf. Geschäftsführerin ist Rahel Kindermann Leuthard.